Zahnarztpraxis Dr. Jan Hinrichsen M.Sc.
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Zahnarztpraxis
Dr. Jan Hinrichsen
Master of Sciene Fachgebiet

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24103 Kiel
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Parodontitis als Volkskrankheit

In Deutschland gilt die Parodontitis (im Volksmund auch "Parodontose") mittlerweile als „unbemerkte Volkskrankheit“. Nach Schätzungen sind bereits etwa drei Viertel der über 35-Jährigen von der entzündlichen Zahnbetterkrankung betroffen. Während die Erkrankung in der ersten Phase noch meist schmerzfrei abläuft und damit häufig unbemerkt bleibt, weisen erst Alarmsignale wie Zahnfleischbluten, empfindliche Zahnhälse, Schwellungen und Rötungen auf ein Fortschreiten der Parodontitis hin. In deren Verlauf können sich tiefe Zahnfleischtaschen bilden und Zahnbett sowie Kieferknochen angegriffen werden. Es ist sogar möglich, dass sich selbst gesunde Zähne lockern und letztendlich verloren gehen.

Es sind nicht immer nur die Bakterien für die Parodontitis verantwortlich. Weitere parodontose-begünstigende Risikofaktoren sind das Rauchen (bis zu 6-faches Risiko), Stress, genetische Faktoren, unzureichende Mundhygiene, der pH-Wert des Speichels, hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft, Diabetes sowie bestimmte Immunerkrankungen. Auch mit zunehmendem Alter oder durch verminderte Abwehrkräfte steigt das Risiko, an Parodontitis zu erkranken.


Die Anzeichen der Parodontitis

Anzeichen der Parodontitis

Die Ursache für eine Parodontitis ist meist bakterieller Zahnbelag und häufig beginnt die Erkrankung mit einer Zahnfleischentzündung. Diese breitet sich langsam bis in den Kieferknochen aus, wo sie das Gewebe lockert, was der Zahnarzt anhand von Röntgenaufnahmen prüfen kann.

Längere Zeit können sowohl die Parodontose, als auch die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ohne markante Symptome verlaufen, im weiteren Verlauf aber sind folgende Anzeichen als deutliche Warnsignale zu werten:

  • Rötung und Schwellung des Zahnfleischs
  • Zahnfleischbluten
  • Wunden und Geschwüre
  • Pochende Schmerzen
  • Empfindliches Zahnfleisch
  • Mundgeruch
  • Zahnfleischrückgang
  • Lockerung der Zähne

Die Behandlung Ihrer Parodontitis

Je eher die Parodontitis erkannt und behandelt wird, desto geringer ist der Behandlungsaufwand und umso wahrscheinlicher ist der Erfolg.

In unserer Zahnarztpraxis in Kiel misst Dr. Jan Hinrichsen zuerst mit einer speziellen Sonde den Rückgang Ihres Zahnfleischs und die Tiefe der entstandenen Zahnfleischtaschen. Der somit ermittelte Parodontal-Screening-Index (PSI) gibt uns parallel auch Auskunft über die Blutungsneigung und Rauigkeiten auf den Oberflächen der Zähne. Über die begleitenden Röntgenaufnahmen lässt sich zudem prüfen, ob bereits ein Knochenrückgang zu erkennen ist.

In der Behandlung der Parodontose zielen wir darauf ab, die Anzahl der Bakterien drastisch zu senken, die Ihr Zahnfleisch, die Knochen und die Zähne schädigen können. Schonend und sorgfältig entfernen wir alle bakteriellen Beläge aus den Zahnfleischtaschen und machen das Gewebe entzündungs- und keimfrei.

Wir setzen in der Behandlung auf das Prinzip der Full Mouth Disinfection. Dies ist eine erfolgreiche Kombination aus schonender, parodontaler Behandlung und einer Begleittherapie mit speziellen Munddesinfektionslösungen, die eine Neuinfektion der behandelten Taschen verhindert.

Parodontitis gezielt vorbeugen

Eine gründliche Mundhygiene ist der beste Weg zur Vorbeugung einer Parodontitis. Neben dem richtigen häuslichen Zähneputzen ist hier auch die Pflege der Zahnzwischenräume mit z.B. Zahnseide oder Interdentalbürsten angebracht. Da Sie bei der eigenständigen Zahnpflege niemals alle Nischen erreichen können, empfiehlt sich parallel der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt, als Bestandteil der Prophylaxe.

Als wirksamen Schutz vor Parodontose, empfehlen wir die Professionelle Zahnreinigung (PZR). Zahnbeläge können sich so gar nicht erst festsetzen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Patienten, die regelmäßig eine Professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, deutlich seltener an Parodontitis erkranken.

Bei der Ausheilung der Parodontitis hängt die Prognose deutlich von Ihrer Mitarbeit und Ihren persönlichen Risikofaktoren ab.